Umbau des CVJM-Freizeitzentrums Rodenroth

CVJM-Kreisverband Wetzlar/Gießen e.V.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umbauprojekt

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Wieviel wurde bereits investiert?

Seit 1970 besitzt der CVJM-Kreisverband Wetzlar/Gießen (s)ein eigenes Freizeitzentrum in Rodenroth. Das damalige Getränkelager wurde für umgerechnet 51.000 € gekauft. Während der ersten Umbauphase wurden 135.000 € in das Hauptgebäude, die Küche und den Saal investiert. Seit 1973 finden in Rodenroth Freizeiten statt. In der zweiten Bau­phase entstand für 118.000 € der Anbau. Das Haus des Heimleiters wurde 1978 für 132.000 € gebaut. 1992/93 erfolgte die Erneuerung der Sanitär-Einrichtungen. In diesem Zuge wurden die Gruppenräume sowie die Küche komplett sa­niert und das Café ergänzt. Das gesamte Projekt – mit ergänzenden Arbeiten auf dem Außengelände – kostete 621.000 €. Hinzu kamen im Laufe der Zeit das Waschhaus auf dem Zeltplatz (92.000 €), die vier Ferienhäuser, das Back­haus und der Pavillon, wo 2004 450.000 € investiert wurden. Im 1. und 2. Stock wurden die Sanitäranlagen erneuert (40.000 €) Der neu gestaltete Spielberg rundete 2011 die bisherigen großen In­vestitionen ab. Daraus ergibt sich eine Gesamtsum­me rund 1,6 Million Euro.

Was haben wir von Rodenroth?

Wir haben uns angeschaut, wie viele Veranstaltungen über das Jahr verteilt in Rodenroth stattfinden. Das Ergebnis zeigt: Rodenroth ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Kreisverband. Etwa ¾ der Kreisverbandsveranstaltun­gen finden hier statt. In Rodenroth werden Menschen geprägt und gehen oft erste Schritte im Glauben. Schulungen, Freizeiten und Fahrten bieten einen Raum, sich auszuprobieren und Dinge zu erleben. Des­wegen ist Rodenroth für uns als Kreisverband neben allen betriebswirtschaftlichen Fakten auch geistlich ein wichtiger Ort.

Eine Statistik über die Kreisverbandsveranstaltungen in Rodenroth gibt es unter www.cvjm-kv.de/statistikroro

Warum wollen wir umbauen?

In den vergangenen Jahren haben wir Rodenroth immer wieder bezuschussen müssen. Um das Freizeitzentrum mittel­fristig zu halten, muss es sich vollständig selbst tragen und einen Beitrag für die Kreisverbandsarbeit erwirtschaften. Zudem sind die Ansprüche der Gruppen an den Standard des Hauses gestiegen. Einige bauliche Mängel des Hauses müssen dringend behoben werden. Zudem gibt es Auflagen zum Brandschutz und auch energetische Maßnahmen sind dringend notwendig. Für uns führt deswegen kein Weg daran vorbei, sowohl die Attraktivität als auch die Wirtschaft­lichkeit Rodenroths zu steigern.

Was wird anders? Was bleibt gleich?

Wir wollen das Haupthaus energetisch sanieren und es in einen gepflegteren Zustand bringen. Zudem gibt es die Idee, den Haupteingang zu verlegen an den Knotenpunkt zwischen Wohnhaus und Haupthaus sowie Parkplatz und Freige­lände zu verlegen. Dies hätte eine völlige Neugestaltung des Innenhofes zur Folge. Der Mehrzweckraum könnte für sportliche Angebote noch attraktiver gestaltet werden. Das jetzige Café wird aus energetischen Gründen abgerissen und neu gebaut. Dort wird ein Spielzimmer eingerichtet werden. Auch hier sind Umbaumaßnahmen durch den schlechten energetischen Zustand unumgänglich. In Fort­setzung an den Anbau entstehen zwei neue Räume, die ge­meinsam oder getrennt nutzbar sein werden und dadurch eine höhere Flexibilität für größere Schul- und Konfirman­dengruppen bieten. Zudem müssen wir allgemeine Aufla­gen des Brandschutzes erfüllen. Diese Pflicht wollen wir auch dazu nutzen, ein einheitliches Erscheinungsbild in den Räumen und Fluren zu erzielen. In einem letzten Schritt wollen wir die Einrichtungen erneuern. Einen ersten Plan für die Maßnahme hat uns Carsten Swoboda entworfen. Dort seht ihr eindrucksvoll, was gleich bleibt und was sich verändert.

Das Grundlagenkonzept ist hier einsehbar: http://www.cvjm-kv.de/grundlagenkonzept

Wie soll der Umbau finanziert werden?

Zurzeit gehen wir von einer Summe von 1,2 Million Euro bis zum Jahr 2020 aus. Die Hälfte der Summe möchten wir ger­ne durch Stiftungs- und öffentliche Fördergelder finanzieren. Uns ist bewusst, dass dies viel Geld ist. Eine Modell­rechnung zeigt, dass wir für eine Kredit­aufnahme in Höhe von 600.000 € 130 Personen im Kreisverband benötigen, die über eine Dauer von 20 Jahren 25 € im Monat spenden. Aus unserer Sicht ist das ein realistisches Ziel. Die oben darge­stellten In­vestitionen haben gezeigt, dass dies in der Vergangenheit auch möglich war. Darüber hinaus wollen wir na­türlich wei­tere Aktion­en (Sponsorenlauf, Benefizkonzert etc.) anbieten und entwickeln, deren Erlös Rodenroth und den Um­bauarbeiten zu­gute kommt.

Kann das investierte Geld erwirtschaftet werden?

Ziel ist, dass Rodenroth die laufenden Kosten für Heizung, Lebensmittel und Personal erwirtschaftet und darüber hin­aus ein kleines Plus abwirft. Die vollen Investitionskosten werden wir nicht wieder erwirtschaften können. Hier sind wir auf Spenden angewiesen. Das war bei den bisherigen Investitionen genauso.

Wie kann der Umbau personell bewältigt werden?

Uns ist bewusst, dass der Umbau eine große Mehrbelastung für das Personal darstellen wird. Wir berücksichtigen in unseren Planungen aber, dass der Umbau keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft hat und dass unser Personal nicht überstrapaziert wird. Die Umsetzung des Bauvorhabens wird durch einen Bauleiter (Carsten Swoboda) professionell begleitet. Außerdem wird nicht wie in der Vergangenheit auf große Eigenleistung gesetzt, sondern es werden Baufir­men mit der Umsetzung beauftragt.

Welche Zielgruppen wollen wir erreichen?

Wir sehen unser Haus in Rodenroth als Einrichtung mit mittlerem Standard. Unsere Hauptzielgruppe sind Kinder- und Jugendgruppen. Für sie sollen die Preise „bezahlbar“ bleiben.

Im Vergleich zu ähnlichen Häusern wollen wir uns preislich im unteren Mittelfeld befinden. Die Aufteilung des Hau­ses ermöglicht die flexible Nutzung des Hauses durch mehrere Gruppen gleichzeitig. Damit tragen wir auch kleiner werdenden Gruppen Rechnung. Gerade mit unseren inhaltlichen Programmangeboten (Erlebnispädagogik) sind wir hier für die Zukunft gut aufgestellt und möchten neue Kunden gewinnen. Eine weitere Stärke unseres Freizeitzen­trums ist das große Außengelände mit vielfältigen Möglichkeiten für Spiele, Sport und Aktionen. Die Bedeutung des Hauses für die Arbeit im Kreisverband ist enorm. Wir betreiben Rodenroth nicht nur für andere Gruppen, sondern es soll auch in Zukunft eine geistliche Heimat für alle Menschen in unserem Kreisverband und darüber hinaus bleiben. Selbstverständlich sind auch weiterhin Erwachsene, Familien und Senioren gern gesehene Gäste bei uns. Von der Ein­richtung und Preisstruktur her wollen wir uns jedoch an unserer Hauptzielgruppe, den Kindern und Jugendlichen ori­entieren.

Welche Alternativen gibt es?

Der Kreisvorstand hat sich natürlich auch mit möglichen Alternativen beschäftigt. Eine Option ist die Schließung des gesamten Komplexes, eine andere, den Zeltplatz separat zu betreiben. Die erste Option wollen wir unbedingt vermei­den, die zweite hat sich als nicht wirtschaftlich herausgestellt.

Wie kann ich Rodenroth unterstützen?

Kommt es zu dem Umbau benötigen wir natürlich finanzielle Unterstützung und diejenige im Gebet. Wenn der Umbau dann konkret wird, freuen wir uns, wenn ihr bei Umbauarbeiten unterstützend tätig seid. Du kannst auch Botschafter für Rodenroth werden. Was sich dahinter verbirgt, findest Du unter folgendem Link: www.cvjm-kv.de/botschafter

Wann geht es los und wie ist der Zeitplan?

Wir wollen am 7. März in der Kreisvertretung unsere nächsten Schritte diskutieren und einen Beschluss fas­sen. Mit dem Einverständnis der Kreisvertretung müssen wir im nächsten Schritt die Finanzierung klären.

Und es geht darum, Rodenroth zukunftsfähig zu gestalten und auf Dauer zu erhalten. Aus unserer Sicht sind dafür die­se oder ähnliche Maßnahmen unumgänglich. Aus diesem Grund wollen wir gerne mit unseren Mitgliedern und Freun­den ins Gespräch kommen. Wir sind am Anfang eines langen Weges und freuen uns auf konstruktive Kritik, gute Ide­en und die richtigen Ent­scheidungen.

Noch Fragen?

Weitere wichtige Infos zum Umbauprojekt gibt es unter www.cvjm-kv.de/roro. Persönlich stehen der Kreisvorsitzen­de Mario Steidl (m.steidl@cvjm-kv.de) und der Hausleiter Horst-Dieter Herr (info@cvjmroro.de) Rede und Antwort.

Christian Hilk

Autor: Christian Hilk

Christian "Hille" Hilk, leitender Kreissekretär, seit 2006 im CVJM-Kreisverband tätig.

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