Umbau des CVJM-Freizeitzentrums Rodenroth

CVJM-Kreisverband Wetzlar/Gießen e.V.

Große Herausforderungen im Freizeitzentrum in Rodenroth

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Unser Freizeitzentrum in Rodenroth hat einen erheblichen Investitionsbedarf…

 … das wussten wir schon lange. Aber wir hatten bisher kein konkretes Investitionsvolumen vor Augen.

Jetzt hat eine Gruppe von Fachleuten unter dem Titel „Zukunftswerkbank“ in mehreren Workshops ein Grundlagenkonzept zu den nachfolgenden Themenschwerpunkten erstellt hat:
– Energetische Modernisierung
– Bauliche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Freizeitzentrums
– Kostenschätzung Umsetzung Brandschutzkonzept

Das Konzept zeigt neben einer konkreten Maßnahmenplanung auch eine Kostenschätzung von rund 1 Mio. Euro bis zum Jahr 2020 auf. Nachfolgend werden die wesentlichen Maßnahmen kurz vorgestellt:

1. Energetische Sanierung des Haupthauses:
Sowohl an der Fassade als auch auf den Dächern finden sich unterschiedlichste Materialien mit sehr unterschiedlichen Wärmedämmeigenschaften. Insgesamt vermittelt das Haus einen ungepflegten Eindruck und die Ergebnisse der Thermografieuntersuchung bestätigen die schon vermuteten Schwachstellen an der Fassade. Deshalb wird vorgeschlagen, Fassade und Dachflächen komplett und einheitlich zu erneuern und dabei die Dächer mit der geforderten Blitzschutzanlage auszustatten.

2. Verlegung des Haupteinganges:
Die Hauptverkehrsachsen im Freizeitzentrum haben ihren Knotenpunkt an der Kreuzung zwischen Wohnhaus und Haupthaus sowie Parkplatz und Freigelände. Hier sollt der neue Haupteingang liegen. Die aktuelle Lage des Haupteinganges kommt doch eher der eines Nebeneinganges nahe. Es wird vorgeschlagen, den vorhandenen Innenhof auf der rechten Seite als Zugang zu nutzen. Über einen Windfang gelangt man in den Bereich des jetzigen Mitarbeiterzimmers, das komplett aufgelöst wird. Die sich ergebende Fläche kann für den Gästeempfang mittels einer kleinen Theke genutzt werden. Von dieser zentralen Stelle gelangen die Gäste in die Bereiche der Zimmer. Die linke Seite des Innenhofes wird bis auf Höhe des Seminarraumes im Kellergeschoß freigelegt und über eine Wendeltreppe erschlossen. Der Seminarraum wird durch bodentiefe Fenster und Türen im Innenhof aufgewertet. (siehe Visualisierungen)

3. Mehrzweckraum:
Um unabhängiger von der Witterung zu werden, soll der Mehrzweckraum durch die Vergrößerung um das Lager und den Kiosk zu einer kleinen Sportstätte umgebaut werden. Der Raum erhält zur Straße hin am Treppenhaus einen neuen Geräteraum, einen Sportfußboden.

4. Spielraum:
Aus dem gleichen Grunde wie die Erweiterung des Mehrzweckraumes soll im Bereich des jetzigen Cafés ein Spielzimmer eingerichtet werden. Aufgrund des schlechten energetischen Zustandes des Holzanbaues sollte dieser komplett abgerissen und durch einen Flachdachanbau mit bodentiefen Fenstern ersetzt werden. In diesem Bereich wird der derzeitige Haupteingang auf die Funktion als Fluchtweg und Notausgang für das Treppenhaus vermindert.

5. Clubraum und Kaminzimmer:
Flexibilität in der Nutzung der Gruppenräume bei gleichzeitiger Belegung des Hauses und der Nurdachhäuser durch mehrere Gruppen und die Notwendigkeit Gruppenräumen für große Gruppen in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen führt zur Planung eines Clubraumes und eines Kaminzimmers in Fortsetzung des Anbaus. Voll verglast und direkt am Hauptknotenpunkt der Verkehrsachsen des Freizeitzentrums gelegen, sind diese beiden Räume eine neue Attraktion des Freizeitzentrums. Beide Räume sind durch eine mobile Trennwand gemeinsam oder getrennt nutzbar und über den Flur des Anbaus erreichbar. (siehe Visualisierungen)

6. Weitere Zimmer im EG:
Das vorhandene Appartement wird um den Aufenthaltsraum gekürzt. Erreichbar über den Flur wird dort ein neues 6-Bettzimmer eingerichtet. Damit entsteht im Erdgeschoß eine Bettenzahl die es auch für größere Schul- und Konfirmandengruppen nutzbar macht.

7. Allgemeine Erneuerung und Brandschutz:
Die vorhandenen Bodenbeläge stehen zur Erneuerung an. Dies soll zur Schaffung eines einheitlichen Erscheinungsbildes genutzt werden. Die abgehängten Decken haben derzeit teilweise keinerlei Dämmung und entsprechen nicht den Brandschutzanforderungen. Sie sollten ebenfalls erneuert werden. Ebenso sollten die vorhandenen Aluminiumrahmenfenster ausgewechselt werden. Als Abschluss der Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes muss die vorhandene Brandmeldeanlage erneuert und dabei erweitert werden.

8. Einrichtungen:
Die baulichen Maßnahmen der Erweiterung und Erneuerung schließen mit der Anschaffung neuer Einrichtungen ab. Stühle, Tische, Regale, Betten und Weiteres sind auch im Interesse der Einheitlichkeit und damit flexiblen Verwendung bereitzustellen.

Soweit einige Auszüge aus dem Konzept der Zukunftswerkbank. Wenn wir unser Freizeitzentrum in Rodenroth zukunftsfähig gestalten und auf Dauer erhalten wollen sind diese oder ähnliche Maßnahmen unumgänglich. Über die genaue Gestaltung der Maßnahmen kann man sicher noch diskutieren, nicht aber darüber ob sie notwendig sind.

Derzeit macht sich verschiedenen Gremien im Kreisverband Gedanken ob und wie so ein Vorhaben finanziert und auch personell abgewickelt werden kann.
Eines ist uns klar: Wir im Kreisvorstand und die Hauptamtlichen des Kreisverbandes schaffen so ein Projekt nicht alleine!

Aus diesem Grund wollen wir gerne mit unseren Mitgliedern und Freunden ins Gespräch kommen:

– Sollen wir in Rodenroth investieren und das Haus für die Zukunft ausbauen und sanieren?
– Wer kann uns helfen – auf die eine oder andere Art?
– Wie kann eine Finanzierung eines solchen Projektes aussehen?
– Wo gibt es Zuschüsse oder Fördermittel die wir in Anspruch nehmen können?
– Wer kann das Projekt in Planung und Durchführung begleiten?
– Wie und wo können wir parallel zum Umbau unser Haus noch besser vermarkten?
– …

Das vorliegende Konzept zeigt erste Ideen zur Steigerung von Attraktivität und Wirtschaftlichkeit des Freizeitzentrums auf.
Das Konzept erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch noch nicht beschlossene Sache.
Es soll aber dazu dienen, eine Entscheidung herbei zu führen ob und wie das Freizeitzentrum in Zukunft weitergeführt werden kann!

Wir möchten die Entscheidung über eine Umsetzung des Konzeptes ganz bewusst in die Hände unseres Schöpfers legen und an den Leitspruch des Freizeitzentrums aus Sacharja 6,4 „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, aber durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr.“ erinnern.

Wer Ideen zur Umsetzung des Konzeptes hat oder sich einbringen möchte kann sich gerne an den Kreisvorsitzenden Mario Steidl (m.steidl(at)cvjm-kv.de) oder unser CVJM-Büro (info@cvjm-kv.de) wenden.

Wir brauchen eure Rückmeldung und Unterstützung und freuen uns darauf!

 

Christian Hilk

Autor: Christian Hilk

Christian "Hille" Hilk, leitender Kreissekretär, seit 2006 im CVJM-Kreisverband tätig.

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